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Schön, dass Sie da sind

Wer ich bin und was mich bewegt

Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte. Vielleicht interessiert es mich deshalb so sehr, was Menschen erlebt haben, was sie ausmacht und warum sie heute fühlen und handeln, wie sie es tun. Ich möchte niemanden vorschnell beurteilen. Mir geht es um ehrliches Zuhören, um Verbindung und darum, den Menschen hinter seiner Geschichte wahrzunehmen. Auch meine eigene Geschichte hat Spuren hinterlassen. In meiner Familie blieb manches unausgesprochen, anderes ungeklärt. Lange hat mich das beschäftigt. Irgendwann wollte ich nicht mehr nur mit offenen Fragen leben. Ich wollte verstehen, vergeben und Verantwortung für meinen eigenen Weg übernehmen. Das war nicht immer leicht, hat aber meinen Blick auf andere Menschen und ihre Geschichten verändert.

Fotografie als eigene Sprache

Schon als Kind suchte ich nach einer Möglichkeit, auszudrücken, was in mir vorging. Mit acht Jahren bekam ich meine erste Kamera. Sie wurde für mich zu einer Art Tagebuch, nur dass Bilder meine Worte waren. Die Fotografie gab mir eine Sprache für das, was sich nur schwer sagen ließ. Sie half mir, genauer hinzusehen und die Welt auf meine eigene Weise wahrzunehmen. Bis heute fotografiere ich manchmal bewusst ins Ungewisse. Ich wähle eine Richtung, löse mehrmals aus und lasse mich später überraschen, was dabei entstanden ist. Nicht, weil ich mein Motiv nicht sehe, sondern weil ich meiner Wahrnehmung und dem Augenblick Raum geben möchte. Oft entdecke ich erst beim späteren Betrachten kleine Details, Stimmungen oder Zusammenhänge. Vielleicht beschreibt das auch mich: Ich möchte nicht immer alles vorher festlegen, sondern offen bleiben für das, was sichtbar wird. Hier erfahren Sie mehr über meine Fotografische Haltung: Blogbeitrag zu meiner fotografischen Haltung

Natur als Ort der Wahrnehmung

Ein tiefer Einschnitt in meinem Leben war der plötzliche Tod meiner Schwester. Mit ihrem Tod kamen Trauer, Schmerz und Ängste. Mir wurde bewusst, wie schnell sich ein Leben verändern kann und wie kostbar gemeinsame Zeit ist. In dieser Zeit zog es mich immer wieder in die Natur. Im Wald konnte ich mit meinen Gedanken und Gefühlen sein, ohne sie erklären oder verstecken zu müssen. Dort erlebte ich, wie Vergehen und Neubeginn nebeneinander bestehen: Altes zerfällt, während an anderer Stelle Neues wächst. Die Natur nahm mir den Schmerz nicht ab, aber sie gab mir Raum für Stille, Wahrnehmung und eigene Gedanken. Aus dem Wunsch heraus, die Natur besser zu verstehen, begann ich 2019 die Ausbildung zur zertifizierten Wildnis- und Naturpädagogin. Damals entstand in mir der Wunsch, Naturerfahrungen und Wahrnehmungsimpulse auch für andere Menschen zugänglich zu machen.

Wenn Sie die Natur bewusst erleben und neue Sichtweisen entdecken möchten, erfahren Sie mehr über die Perspektiv-Wanderung.

 Abschied verstehen lernen

Später suchte ich eine fachliche Grundlage für meine Arbeit rund um Abschied und Bestattungskultur. Deshalb begann ich 2021 die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Während dieser Zeit hielt ich zwei Trauerreden in meiner Familie. Der Gedanke, selbst als Trauerrednerin zu arbeiten, begleitete mich eine Weile. Gleichzeitig merkte ich, dass dieser Weg nicht zu mir passt. Auch das war eine wichtige Erkenntnis. Der Abschied von meiner Hündin Abbey führte schließlich vieles zusammen. Eine Freundin hielt diesen Tag fotografisch fest. Als ich die Bilder später ansah, erkannte ich darin nicht nur den Abschied. Ich sah unsere Nähe, unser Vertrauen und die vielen gemeinsamen Jahre. Abbey war nicht mehr bei mir, doch unsere gemeinsame Geschichte blieb in den Fotografien sichtbar.

Das folgende Bild zeigt eine besonders schöne und berührende Szene: Bevor die Mutter meiner Freundin ins Altenheim zog, nahm Abbey bei einem gemeinsamen Spaziergang Abschied von ihr. Dieser Moment berührt mich bis heute. Er erinnert daran, dass Abschiede nicht nur mit dem Tod verbunden sind. Auch Veränderungen im Leben können einen Abschied bedeuten – und dennoch bleibt die Verbundenheit bestehen.

Wie Aussicht im Wandel entstand

Nach und nach entstand daraus Aussicht im Wandel. In meinen Vorträgen, in der Erinnerungsfotografie und in den Perspektiv-Wanderungen fließen Natur, Fotografie, Bestattungskultur und meine persönliche Haltung zusammen. Manches, was wir erleben, begleitet uns ein Leben lang. Doch unser Blick darauf kann sich mit der Zeit verändern. Vielleicht beginnt Wandel dort, wo das Erlebte mit der Zeit seinen Platz in uns finden darf und wir lernen, damit zu leben.

Lesen Sie dazu meinen Blogbeitrag: „Wie Abbey Aussicht im Wandel beeinflusste.“

Herzlichst Ihre Sandra Schöttl

Die Vision von Aussicht im Wandel ist:

 

Die Vision von Aussicht im Wandel ist, Menschen wieder miteinander in Verbindung zu bringen und den Blick für den Anfang, das Leben und den Abschied zu öffnen. Wer diese Bereiche zusammen betrachtet, kann das eigene Leben bewusster sehen und verändern. Aus Verbindung kann eine neue Aussicht entstehen, und daraus Wandel.

Drei Wege für Wandel

Erkennen steht für Vorträge, die dazu einladen, das Leben besser zu verstehen.

Erinnern steht für fotografische Begleitung, die Verbindung sichtbar macht.

Erleben steht für eine Perspektiv-Wanderung, die einen Neubeginn begleiten kann.

Aussicht im Wandel ist weder eine Therapie

noch ein Coaching-Angebot,

sondern eine achtsame Wegbegleitung.