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Wie Abbeys Abschied meinen Weg zu Aussicht im Wandel verändert hat

28 Nov. 2025

Abbey, meine treue Begleiterin über zwölf Jahre

Abbey war zwölf Jahre an meiner Seite. Eine treue Begleiterin, aber keine einfache. Eigen, unbestechlich in ihrem Wesen, manchmal störrisch und oft überraschend, hatte sie ihren ganz eigenen Kopf und ließ sich nicht formen. Plötzlich stand sie beim Nachbarn in der Küche, drehte ihre eigenen Runden und kam erst zurück, wenn sie fertig war. Oder sie saß ein paar Häuser weiter zufrieden im Komposthaufen und fraß sich durch. Genau das machte sie aus, denn Abbey lebte nach ihrer Wahrheit und nicht nach Regeln.

Als Lucio zu uns kam, veränderte sich etwas

Als Lucio zum ersten Mal zu uns kam, noch winzig, eine Handvoll Hund, dachten wir, das könnte schiefgehen. Abbey hätte nur einmal das Maul aufmachen müssen, und der Kleine wäre Geschichte gewesen. Doch es kam anders. Sie nahm ihn an, weicher, geduldiger und fürsorglicher, als wir es je erwartet hätten. Die beiden hatten drei unbeschreiblich schöne Jahre zusammen. Abbey überraschte uns in dieser Zeit mit einer Ausgelassenheit, die wir lange nicht mehr von ihr gesehen hatten. Es war, als würde sie ihm etwas mitgeben, und er konnte es annehmen.

Der Abschied von Abbey, ihr letzter Weg

Ihr letzter Weg war voller Klarheit. Als ihre Zeit gekommen war, war es nicht so, dass wir sie begleitet hätten, sie hat uns begleitet.

Wir fuhren zu dritt in die Klinik, und meine Freundin blieb mit Lucio zu Hause. In der Klinik wurde dann klar, dass es keinen Sinn mehr machte, noch einmal nach Hause zu fahren, weil der Arzt sagte, das wäre ein Risiko, und Abbey hätte unnötig leiden können, wenn etwas passiert wäre. Deshalb haben wir den Abschied dort an der Klinik gemacht.

Wir haben die Menschen, die sich von Abbey verabschieden wollten, eingeladen, vorbeizukommen. So waren wir schließlich auf der Wiese vor der Klinik zusammen, und genau dort entstand ein sehr wertvoller Moment. Es war, als würde Abbey sich von jedem Einzelnen bewusst verabschieden. Da war eine Innigkeit, die kaum zu beschreiben ist. Sie nahm sich Zeit, war im Kontakt und hat jeden Moment in sich aufgesogen.

Kein Kampf, keine Verzweiflung. Nur ein stilles Abschiednehmen mit offenen Augen. Dieser Moment hat sich tief in mir verankert. Auch auf den Bildern ist etwas von dieser Innigkeit spürbar.

Was Abbeys Abschied mit Aussicht im Wandel zu tun hat

Die Idee zu Aussicht im Wandel schlummerte schon lange in mir, aber mit Abbey wurde sie greifbar. Sie ist mit mir die erste Perspektiv-Wanderung gelaufen. Auf diesem Weg entstand die Idee zu dieser Form des Gehens, des Wahrnehmens und des inneren Sortierens überhaupt erst wirklich.

Auch ihr Abschied hat mir etwas gezeigt, das bis heute in meine Arbeit hineinwirkt. Eine Freundin hat an diesem Tag Bilder gemacht. In diesem Moment selbst war mir noch nicht bewusst, wie wertvoll das sein würde, denn der Abschied war so emotional und so schwer, dass vieles innerlich wie abgeschnitten war. Erst im Nachhinein habe ich erkannt, wie gut mir diese Bilder getan haben. Ich hatte etwas in der Hand, das die Erinnerung wieder geöffnet hat. Ohne diese Bilder hätte ich diesen Moment in dieser Form nicht mehr gehabt, und das wäre im Rückblick sehr schade gewesen.

Abbey hat mir noch etwas gezeigt, das weit über ihren Abschied hinausgeht. Wer sich traut dabei zu sein, wer nicht wegschaut, erlebt manchmal etwas Unerwartetes: dass da mitten im Schmerz auch etwas Verbindendes entstehen kann. Eine Stille, eine Innigkeit, manchmal sogar etwas Schönes. Das erleben Menschen auch bei sterbenden Menschen, wenn sie sich trauen zu bleiben. Abbey hat mir das auf ihre eigene Art gezeigt. Klar, ruhig und ohne Angst.

Und wie sie sich von Lucio verabschiedet hat

Abbey hat sich auch von Lucio verabschiedet. Auf den Bildern ist diese Innigkeit zwischen den beiden spürbar, wie sie sich noch einmal begegnet sind, bevor Abbey gegangen ist. Nach ihrem Abschied war Lucio auf eine stille Art für uns da. Er hat die Trauer nicht kleiner gemacht, aber er hat sie aushaltbarer gemacht. Und er ist bis heute an meiner Seite..

Abschied, Erinnerung und Wandel, was ich durch beide gelernt habe

Abbey hat mich gelehrt, achtsam zu schauen. Durch sie habe ich gelernt, dass ein Wesen ganz eigen und unverwechselbar sein kann und dass auch ein Abschied diese Besonderheit in sich tragen kann. Bei ihr war selbst im Abschied spürbar, dass sie nicht einfach nur „ein Hund“ war, sondern eine eigene Kraft, eine eigene Art, ein eigenes Wesen bis zuletzt.

Lucio hat mir auf eine ganz andere Weise gezeigt, dass Weitergehen möglich ist. Mit seiner Winzigkeit, seiner spritzigen Art und seinem lebendigen Dasein hat er uns Halt, Lebensmut und Wärme gegeben. Er hat den Verlust nicht genommen, aber er hat dazu beigetragen, dass wir mit diesem Verlust leben konnten.

Beide zusammen haben mich daran erinnert, warum ich diesen Weg gehe: nicht aus einem Impuls heraus und nicht aus Schmerz, sondern aus einer inneren Wahrheit. Abschied, Erinnerung und Wandel sind Teil unseres Lebens, und niemand sollte diesen Weg allein gehen müssen.

Wenn der Abschied von Ihrem Tier bevorsteht

Wenn Ihr Tier gestorben ist oder eine Tierbestattung bevorsteht, ist das oft ein Moment, in dem vieles gleichzeitig da ist, Schmerz, Liebe, Überforderung und das Bedürfnis, richtig zu handeln. Sie können sich in dieser Situation gern direkt bei mir melden. Beim Abschied von einem Tier ist manches noch planbar, besonders dann, wenn eine Einschläferung ansteht. Genau das kann helfen, diesen Tag bewusst zu gestalten und ihm einen würdigen Rahmen zu geben. In einem kurzen Gespräch klären wir gemeinsam, was jetzt wichtig ist: Wann der Abschied stattfindet, wo die Begleitung sein soll und was Sie sich für diesen Moment wünschen. Ich begleite Sie auf Wunsch ruhig und zuverlässig am Abschiedstag, gebe Halt durch einen klaren Rahmen und halte diesen Moment auf Wunsch auch fotografisch fest. Oft zeigt sich erst später, wie wertvoll solche Erinnerungen sind. Auf Wunsch unterstütze ich auch bei der Abstimmung und vermittle Kontakte zu passenden Tierbestattungen in der Region.

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