Ich bin Sandra Schöttl und ich begleite Menschen in Zeiten von Abschied und Wandel.
Ich gebe nichts vor, stelle Fragen und halte den Rahmen. Was dabei entsteht, kommt von innen, im eigenen Tempo und ohne Druck. Was ich tue, ist selten: Ich verbinde, was sonst getrennt bleibt: die stille Genauigkeit einer Fotografin, das Wissen einer Bestattungsfachkraft und die Achtsamkeit einer Wildnis- und Naturpädagogin. Ich arbeite bewusst weder therapeutisch noch als Coach. Ich bin Suchende, Fragende, Gehende und, ehrlich gesagt, auch manchmal Stolpernde, besonders dann, wenn sich im Leben etwas verändert und der Weg unübersichtlich wird. Gerade in solchen Momenten habe ich gelernt, dass sich oft eine neue Aussicht zeigt.
Viele Abschiede haben mein Leben geprägt: mein leiblicher Vater, meine Mutter, meine Schwester, mein Stiefvater, ein lieber Onkel, mehrere enge Freunde, meine Hündin Abbey und zuletzt meine Pflegemama. Jeder dieser Abschiede hatte seine eigene Geschichte, seine eigene Tiefe und seine eigene Art, mich zu berühren. Ich kenne Trauer in vielen Formen. Die Trauer, die bleibt, weil Klärung zu spät kommt. Die Trauer, die nachträglich trifft, wenn man erst Monate später erfährt, dass jemand gegangen ist. Die Trauer, die keinen Platz findet, weil der eigene Abschied fehlt. Die Trauer, die plötzlich lähmt. Und die Trauer, die stiller werden kann, wenn ein Abschied bewusst und würdig gestaltet wird.
All diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie unterschiedlich Trauer sein kann und wie wichtig ein Raum ist, in dem jeder Abschied gesehen und gehalten wird.
Nach dem Tod meiner Schwester war die Natur der einzige Ort, an dem ich mich nicht völlig verloren gefühlt habe. Aus langen Wegen im Wald ist der Wunsch entstanden, mehr zu verstehen. So begann die Ausbildung zur Wildnis- und Naturpädagogin. Später folgte die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, weil ich überzeugt bin: Wer etwas anbietet, sollte es wirklich verstehen.
Die Fotografie begleitet mich seit meiner Kindheit wie ein leises Tagebuch. Ehrlich, ohne Inszenierung und ohne Retusche. So entstehen Bilder, in denen Menschen sich wiederfinden können, ohne sich verstellen zu müssen. Ich wurde 1972 in Kempten im Allgäu geboren und lebe seit 2012 in Graben-Neudorf bei Karlsruhe. Meine Wurzeln im Allgäu sind geblieben. Perspektiv-Wanderungen biete ich nach Absprache und Terminvereinbarung auch dort an. Für kurzfristige Begleitungen wie Trauerfeiern oder Abschiedsfotografie bin ich im Raum Karlsruhe tätig.
Mein Ziel ist einfach und mutig zugleich: dass Tod und Trauer wieder besprechbar werden. Ruhig, würdig und ohne Tabu. Mitten im Leben. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freue ich mich, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten.“
Meine Vision:
Mit Aussicht im Wandel trage ich dazu bei, dass Trauer und Wandel einen natürlichen Platz im Leben bekommen. Die Grundlage meiner Arbeit ist, Menschen in Trauer, im Übergang und in Zeiten innerer Veränderung nicht allein zu lassen, sondern sie achtsam und klar zu begleiten. Ich wünsche mir, dass Abschiede nicht isoliert und stumm erlebt werden, sondern in einem Rahmen, der ehrlich ist, der trägt, und der Würde bewahrt.
Natur, Worte und Bilder helfen dabei, den eigenen Weg durch Verlust, Umbruch und Neubeginn zu finden, Schritt für Schritt, im eigenen Tempo. Aus dieser Haltung heraus ist Aussicht im Wandel entstanden und entwickelt sich weiter, mit jeder Erfahrung, die hinzukommt.
Ich arbeite nicht therapeutisch und nicht als Coach, sondern als Wegbegleiterin.
Ich glaube daran, dass jeder seinen eigenen Zugang zu Trauer und Erinnerung finden darf, wenn er gehört und gesehen wird. Aussicht im Wandel ist mein Beitrag zu einer Kultur, in der der Tod wieder einen Platz bekommt, mitten im Leben.

